Groß-Särchen (13.5. 1944 – 24.1.1994)

Zum Gedenken an Hans-Jürgen Biellas 20. Todestag am 24.1. 2014. Uwe Prokoph/ Freital


Hans Jürgen Biella
Hans Jürgen Biella, 1986 in Ehrenfriedersdorf/Sachsen (Foto: Emil Blättler)

„Was? Du interessierst dich für Schlangen? Da musst du mal zu unserem Kantor im Dorf gehen..!“ Dies sagte ein Bauer des Lausitzer Dorfes Groß Särchen im Frühjahr des Jahres 1978 zu mir.

Ich begann damals als 15-jähriger gerade, die Lausitzer Heide- und Teichlandschaft als Feldherpetologenparadies zu entdecken. Da sich mein „Basislager“ immer auf dem damaligen Jugendzeltplatz am Knappensee unweit des Dorfes Groß Särchen befand, kam es so auch bald zu einem ersten Besuch bei dem damaligen Kantor Hans-Jürgen Biella. Ich begegnete damals einem Mann, dem die Begeisterung förmlich aus den Augen sprang. In jedem Ausdruck seiner Mimik und Gestik spürte ich die Leidenschaft für die Dinge, die er tat, und seine hohe Stimme drohte, sich während des Erzählens manchmal vor Begeisterung fast zu überschlagen. Er gab mir zum einen viele wertvolle Hinweise auf die Herpetofauna in der näheren Umgebung des Dorfes und führte mir auch zu spätabendlicher Stunde den wundervollen Klang seiner Orgel in der Kirche vor. Neben klassischen Hörproben spielte er auch gern mal Titel von den Beatles oder Rolling Stones an…

Ich entdeckte und erlebte damals unter anderem die wundervollen Bestände von Rotbauchunken, Laubfröschen und Knoblauchkröten in den Kiefernbusch-Teichen zwischen Groß Särchen und Wartha.

Hans-Jürgen Biella forschte sehr intensiv über die Ökologie und Lebensweise der Kreuzotter. Mein Interesse war endgültig geweckt, und ich fuhr nun öfter von Dresden an den freien Wochenenden nach Groß Särchen. Auf gemeinsamen Spaziergängen mit Familie Biella ging es immer wieder „in die Teiche“-, oder mit seiner „Schwalbe“ auf Exkursion- zu den Kreuzottern ins Dubringer Moor unweit der Kleinstadt Wittichenau oder in den Wald bei Wartha.

 

Kreuzotter
Kreuzotter, Weibchen aus der Heide bei Mücka/ Lausitz (Foto: U.Prokoph)

Hier befanden sich die Untersuchungsflächen zu Biellas wissenschaftlichen Arbeiten zur Kreuzotter. An einem guten Vormittag im Frühling fingen wir mitunter bis zu 13 Kreuzottern, die bewundert, fotografiert, markiert und vermessen und selbstverständlich nach dieser sorgsam ausgeführten Prozedur wieder an ihrem Wohnplatz ausgesetzt wurden.

Für mich als jungen, naturbegeisterten Menschen war es faszinierend mitzuerleben, wie wissenschaftlich exakt und zugleich naturschutzgerecht in den Biotopen vor Ort gearbeitet wurde. Ein Erlebnis blieb mir besonders im Gedächtnis: An einem schönen Pfingsttag ging es mal wieder hinaus an den Rand des Dubringer Moores. Dort, am Verbindungsweg der Ortschaften Schecktal und Dubring gab es immer sehr zuverlässige Beobachtungsmöglichkeiten für Kreuzottern. Ein Wassergraben trennte den Schlangenforscher von den exponierten Sonnenplätzen der Schlangen jenseits des Grabens. Plötzlich sprang Hans-Jürgen Biella in den Wassergraben und griff mit der linken, ebenfalls ungeschützten Hand unter ein überhängendes Grasbüschel, unter dem eine große Kreuzotter blitzschnell verschwunden war. Mit einem Fluch zog er die linke Hand zurück und fuhr im selben Moment mit der rechten Hand in das Versteck, ohne die Schlange zu sehen! Und somit verpasste die Kreuzotter, die sich unter der Grasdeckung offenbar schnell in Verteidigungsposition gebracht hatte, dem „Schlangenkantor“ auch noch einen Biss in die zweite Hand! Schnell schwollen beide Hände aufgrund der Giftwirkung an, so dass sich die Rückfahrt nach Groß Särchen mit dem Moped sehr schmerzhaft gestaltete.

Rand des Dubringer Moores
Der „Schlangenbiss Graben“ am Rande des Dubringer Moores (Foto: U. Prokoph)

Zu Hause angekommen, wurden die Bisswirkungen gegenüber der Familie erst einmal etwas verharmlost … und die starken Ödeme entsprechend gekühlt. Am nächsten Tag allerdings war Pfingsten, die Menschen strömten in großer Zahl in die Kirche und der Kantor Hans-Jürgen Biella musste Orgel spielen. Seiner Aussage nach war es das schlimmste Orgelspiel seines Schaffens. Mit stark geschwollenen Händen, die eher einem Kuheuter als einer feingliedrigen Organisten-Hand ähnelten, die Orgel zu bedienen, war mehr als eine beachtliche Herausforderung für den „Schlangenkantor“. Dennoch gab es für ihn keine Absage. Und so klang die Groß Särchner Orgel an diesem Pfingstgottesdienst vielleicht etwas voller, etwas schräger…aber bei dem schönen sonnigen Wetter draußen freuten sich die Kirchgänger wahrscheinlich sowieso eher auf das milde Frühlingserwachen außerhalb der Kirche. Nur der Kantor auf seiner Empore oben im Gotteshaus quälte sich schmerzhaft und tapfer durch die Tasten und Register. Und draußen im Moor sonnten sich die schönsten, frisch gehäuteten Kreuzottern …

Hans-Jürgen Biella beim Orgelspiel
Kantor Hans-Jürgen Biella beim Orgelspiel
in der Ehrenfriedersdorfer St.Niklaskirche, Mai 1990
(Foto: Familienarchiv Biella)

Hans-Jürgen Biella war immer auch in engem Kontakt mit dem damaligen Kustos der herpetologischen Sammlung am Dresdner Museum für Tierkunde, dem Biologen Fritz Jürgen Obst. So entstanden im Laufe der Jahre zahlreiche Fachartikel und wissenschaftliche Publikationen, welche u. a. in den „Zoologischen Abhandlungen des Museums für Tierkunde Dresden“, den „Berichten und Abhandlungen des Museums für Naturkunde Görlitz“ und in anderen Zeitschriften veröffentlicht wurden.

Hans-Jürgen Biella unterhielt zahlreiche Kontakte zu verschiedenen Naturschützern, Wissenschaftlern, Herpetologen, Feldforschern und Terrarienfreunden. Einige, wie z.B. Dr. Hans Schiemenz (Radebeul), Emil Blättler (Luzern), Erich Sochurek (Wien), Dr. Wolfgang Völkl (Bayreuth), Dr. Rainer Günther (Berlin), Andreas Nöllert (Jena), Gerhard Dittmann (Neustadt/Orla), Herbert Schnabl (Wittichenau) und Karsten Nitsch (Groß Särchen), waren die wichtigsten Fachkollegen und auch Mitautoren seiner Arbeiten.

Über die Bekanntschaft mit Hans-Jürgen Biella lernte ich schließlich auch meinen langjährigen Freund und Weggefährten Karsten Nitsch in Groß Särchen kennen. Wir waren fast gleich alt, und unsere Interessen waren sehr ähnlich gelagert. So zogen wir fortan gemeinsam ins Feld, um vor allem die Amphibien und Reptilien in den artenreichen Naturerlebnisräumen der Lausitzer Teich-und Heidelandschaft zu erkunden.

ehemaliges Wohnhaus der Familie Biella
Am ehemaligen Wohnhaus der Familie Biella in der Wittichenauerstr. 1a, Groß Särchen/ Lausitz (Foto: U.Prokoph)

Es zog uns natürlich auch immer wieder zu dem kleinen, neben dem Gemeindehaus stehenden Wohnhaus der Familie Biella. Oft näherte ich mich klopfenden Herzens dem Gartentor in der Wittichenauer Str. 1a. Immer wieder war ich fasziniert von den Freiluftterrarien an einer südexponierten Mauer in Biellas Garten. Ein Schild mit der Aufschrift „Achtung Giftschlangen – Herpetologische Forschungsstation!“ warnte vor den beschuppten Bewohnern der Terrarien. Hier lebten mehrere Kreuzottern und Europäische Hornottern zu Untersuchungs-, Zucht- und Fotozwecken in verschließbaren Metallrahmenterrarien, die eigentlich umgebaute, alte Küchenöfen waren. Neben den Arbeiten an heimischen Schlangen wie Kreuzotter und Schlingnatter, arbeitete Biella auch sehr intensiv an der Erforschung der Europäischen Hornotter (Vipera ammodytes).

an den Freiluftterrarien im Garten
an den Freiluftterrarien im Garten, Groß Särchen ca. 1980
Zimmerterrarien
Zimmerterrarien im Musikzimmer in Ehrenfriedersdorf (Foto. Familienarchiv Biella)

Im Jahre 1983 erschien seine Monografie „Die Sandotter“ in der Reihe „Die Neue Brehm-Bücherei“ des A. Ziemsen Verlages in Wittenberg-Lutherstadt. Für mich war das eine der „Bibeln“ für Vipernfreunde! Mit großem Interesse verfolgte ich auch alle anderen Publikationen Biellas.

Weibchen der Europäischen Hornotter (Vipera a. ammodytes)
Weibchen der Europäischen Hornotter (Vipera a. ammodytes), aus der Gegend um Herkulesbad , SW- Rumänien (Foto: U. Prokoph)

Für mich, inzwischen selbst Exkursionsreisender auf südosteuropäischen „Vipernpfaden“, gab es immer wieder viele Themen, Fotos und Beobachtungen zu unseren Treffen auszuwerten. Konzertreisen und Exkursionen führten Biella in die Lebensräume der Hornottern bei Herkulesbad (Baile Herculane) in SW- Rumänien. Er widmete sich intensiv sowohl den Studien an lebenden Tieren als auch Studien an Schlangenpräparaten in den herpetologischen Sammlungen verschiedener Museen. Auch hier waren seine Kontakte zu versierten Fachleuten sehr wertvoll. Mit ihnen gemeinsam konnten morphologische Merkmale, Biotopansprüche, Variationen und ökologische Einnischungen diskutiert, analysiert und untersucht werden. Hans-Jürgen Biella erwies sich als ein sehr zielstrebiger und versierter Laienforscher, der es verstand wichtige Fragestellungen aufzuwerfen, Diskussionen in Fachkreisen anzuregen und die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten stets mit belastbaren Fakten zu unterlegten.

Für mich waren es aber gerade die lebenden Tiere in seinen Terrarien, deren faszinierendem Reiz ich mich nicht entziehen konnte. Oft nutzte ich manchmal stundenlang die Möglichkeit der Beobachtung seiner Tiere. So war es mir durch die Freiluftterrarien Biellas möglich, viele wertvolle eigene Beobachtungen zur Aktivität der Schlangen im Tages- und Jahresverlauf, zur Giftwirkung an verschiedenen Beutetieren und weiterer Verhaltensstudien zu machen.

Nordafrikanische Hornviper (Cerastes cerastes)
Nordafrikanische Hornviper (Cerastes cerastes), eins von Biellas faszinierenden Studienobjekten (Foto: U.Prokoph)

Zum Tierbestand des „Schlangenkantors“ gehörten damals unter anderem auch: ägyptische und tunesische Hornvipern (Cerastes cerastes), westafrikanische Gabunvipern (Bitis gabonica), südostasiatische Bambusottern (Viridivipera albolabris), Puffottern (Bitis arietans) und zwei Arten Klapperschlangen, die Prärieklapperschlange (Crotalus viridis) und die Texas-Klapperschlange (Crotalus atrox). Auch diese Tiere waren stets Gegenstand seiner wissenschaftlichen Studien und vergleichenden Beobachtungen. Gerade an der afrikanischen Viperngattung Bitis arbeitete Hans-Jürgen Biella gemeinsam mit dem erfahrenen Terrarienfreund Peter Eckardt (Nordhausen) und dem südafrikanischen Vipernexperten Werner Ruosch (Sevelen).

Prärieklapperschlange (Crotalus viridis viridis)
Prärieklapperschlange (Crotalus viridis viridis), eine der von Biella gepflegten Klapperschlangenarten (Foto: U. Prokoph)

1989 erschien in der Zeitschrift „Zoologischer Garten“ die gemeinsame Publikation „Zur Fortpflanzungsbiologie von Bitis arietans und Bitis gabonica, nebst Bemerkungen zum Nahrungsbedürfnis, Wachstum und zur Haltung beider Arten“ von Biella und Ruosch.

Als anerkannter vielseitiger Fachmann in Sachen Schlangen war Hans-Jürgen Biella mit seiner sehr lebendigen und begeisternden Erzählweise ein stets gefragter Referent auf Tagungen und herpetologischen Symposien, aber auch in Schulen, Museen, Naturschutzgruppen und Terrarienvereinen.

Als die Lausitzer Terrarienfachgruppe in den Holzbauwerken Bernsdorf in den 1980-er Jahren ihre traditionellen Vereins-Terrarienausstellungen durchführte, war meist auch ein Terrarium mit Kreuzottern oder Hornottern aus dem Tierbestand von Hans-Jürgen Biella dabei. Einen besonders kuriosen Moment erlebte ich mit einigen Freunden, als Biella am Vorabend der Ausstellungseröffnung seine Hornottern in das Terrarium setzte. Eines der anwesenden Fachgruppenmitglieder äußerte im vollen Ernst und mit einem Fingerzeig auf das beschuppte, namensgebende Schnauzenhorn der Viper: „Das ist wohl das Horn, mit dem die Schlange das Gift überträgt…?“ Somit war infolge dieser Bemerkung auch eine entsprechende Weiterbildung der Vereinsfreunde vor Ort angesagt.

Afrikanische Puffotter (Bitis arietans)
Afrikanische Puffotter (Bitis arietans) Foto: U. Prokoph

Im Juli 1985 zog Hans-Jürgen Biella mit seiner Familie, ins westliche Erzgebirge in die Bergstadt Ehrenfriedersdorf, um dort für sechs Jahre als Kantor zu wirken. Nach dem Umzug der Familie wurden ausgerechnet die verpackten Giftschlangen in der alten Wohnung vergessen! So gab es noch eine eilige „Extra-Transportfahrt“ von Groß Särchen nach Ehrenfriedersdorf.

Ehrenfriedersdorf
Bergstadt Ehrenfriedersdorf (Westerzgebirge), Blick vom „Sauberg“, 2013 (Foto: U. Prokoph)

Familie Biella wohnte nun im Ehrenfriedersdorfer Gemeindehaus in der Oberen Kirchstr.10. Auch an dieser neuen Wirkungsstätte zog der „Schlangenkantor“ schnell die Leute unterschiedlicher Altersgruppen in seinen Bann. Die Schülerinnen und Schüler der Christenlehre waren oft in seinem neuen Schlangenraum zu Gast. Hier stand auch das Klavier zum Proben und für den Unterricht. Als besonderes Bildungsprogramm nach der Gesangsstunde gab es dann gern mal ein „Schaufüttern“ der Klapperschlangen und Hornvipern zur Belohnung. In der näheren Umgebung von Ehrenfriedersdorf gab es auch gute Kreuzotterhabitate. So wurden die Waldlichtungen und Sumpfgebiete am Greifenbach-Stauweiher bei Geyer und die Schonungen und Lichtinseln am „Röhrgraben“ seine neuen Beobachtungsgebiete und Untersuchungsflächen. Hier entstanden viele Fotodokumente und wertvolle Arbeiten zur Merkmalsvariabilität, Abundanz und Lebensweise der Kreuzotter. Biella arbeitete in dieser Zeit bei seinen vergleichenden Untersuchungen eng mit seinem oberfränkischen Kollegen Dr. Wolfgang Völkl (Bayreuth) zusammen.

Handskizzen
Handskizzen von Hans-Jürgen Biella für seine Publikationen (Biella-Archiv, U. Prokoph)

Seine Untersuchungen waren immer auch wichtige Grundlagen für die Arbeit von Naturschutzbehörden und damaligen Forstbetrieben. So wurden an den besten Frühjahrssonnen-und Paarungsplätzen stets kleinere Auflichtungen geschaffen, um die Bedingungen für die Kreuzottern zu optimieren. Gemeinsam mit seinem Sohn Edgar Biella und dem Schweizer Schlangenfreund Emil Blättler (Luzern), der öfter als Gast bei Biellas weilte, entstanden viele interessante Fotobelege. Und immer, wenn ich bei ihm im Erzgebirge zu Gast war, um „in die Schlangen“ zu gehen, spürte ich bei jeder gesichteten Kreuzotter die besondere Begeisterung Hans-Jürgen Biellas, -als wenn es seine Erste wäre!

Kreuzotter
Kreuzotter-Weibchen am Frühjahrssonnenplatz in der Mückaer Heide/ Lausitz (Foto: U. Prokoph)

Gesundheitliche Probleme mit dem Herzen zwangen Hans-Jürgen Biella immer häufiger zum Rasten und Innehalten. Im März 1989 erfolgte dann schließlich am Universitätsklinikum Leipzig eine Herzklappenoperation. Nachdem sich sein Gesundheitszustand stabilisiert hatte, reiften neue Pläne und Interessen ganz in seiner optimistischen und lebensbejahenden Art. So bot sich im Frühjahr 1992 die Möglichkeit, wieder in die Lausitz nach Groß Särchen zurückzukehren. Und schon zogen mit Familie Biella auch wieder Schlangen in Hof und Garten der Wittichenauer Str.1a ein…

Mit einer Tauchreise auf die Sinai-Halbinsel ans Rote Meer 1992, erfüllte sich Biella mit seiner Familie einen langgehegten, großen Traum. Seit seiner Kindheit war Hans-Jürgen Biella vom Tauchen fasziniert. Inspiriert durch die Bücher und Filme des Tauchpioniers Hans Hass startete er trotz eindringlicher Warnung seines Arztes die zehntägige Tauchreise. Nach 1989, war es wohl im Leben Biellas der einzige Zeitraum, in dem seine gesundheitlichen Verhältnisse das überhaupt möglich gemacht haben.

Nach dieser Reise trafen wir uns, um davon zu erzählen und die ersten Unterwasserfotos zu sichten. Da war sie wieder da, diese einzigartige Begeisterung, welche für Momente sogar die Schlangenthemen in den Hintergrund stellte.

„Da musst Du mal zu unserem Kantor ins Dorf gehen“ – ich erinnere mich noch oft an diesen Satz und bin heute sehr froh, wirklich hingegangen zu sein.

Auch heute noch, nun 20 Jahre nach seinem Tod am 24.1.1994, besuche in alter Verbundenheit ab und an seine Grabstätte auf dem Groß Särchener Friedhof, um mich nicht nur an die gemeinsamen Lebensmomente zu erinnern, sondern eines einzigartigen Menschen zu gedenken, der mit seiner Ausstrahlung, Begeisterung und Fachkompetenz auf unterschiedlichsten Gebieten letztlich auch mein Leben sehr nachhaltig beeinflusst und geprägt hat. Das ich dabei mit einem möglichst schönen Natternhemd sein Grab schmücke, ist längst zu einer Gewohnheit geworden …

Grab von Hans-Jürgen Biella
Natternhemd als spezieller Gruß an den „Schlangenkantor“ auf seinem Grab in Groß Särchen (Foto: U. Prokoph)

Ich bedanke mich herzlich bei Prof. F.J.Obst (Radebeul), Dr. Heinz Berger (Wiederoda)und Olaf Zinke (Skaska), für ihre Hinweise und die kritische Durchsicht des Manuskriptes sowie für ihr Drängen, meine Erinnerungen an Hans-Jürgen Biella zu Papier zu bringen.

Mein besonderer Dank richtet sich an Elke und Edgar Biella für das Überlassen von Fotos und an Ines Ullmann -aus Ehrenfriedersdorf, die das ihrige zu diesem Erinnerungsbild beigetragen hat.

Uwe Prokoph 3.1. 2014

Kreuzotter-Beobachtungsplätze
Sonnenexponierte Stellen an den Kreuzotter-Beobachtungsplätzen
am Röhrgraben bei Geyer/ Erzgebirge. (Foto: U. Prokoph)
Dubringer Moor
Herbststimmung im NSG „Dubringer Moor“, bei Bernsdorf/ Lausitz (Foto: U. Prokoph)
Kirche in Groß Särchen
Kirche in Groß Särchen (Lausitz), eine der Wirkungsstätten Biellas als Kantor (Foto: U. Prokoph)
m Kreuzotterhabitat bei Geyer/ Erzgebirge
im Kreuzotterhabitat bei Geyer/ Erzgebirge 1988 (Foto: U. Prokoph)