1967: 1. Dresdner Terrarienschau

1967: 1. Dresdner Terrarienschau, Plakat

Diese Ausstellung war die erste von drei in Pillnitz durchgeführten. Da es hier im Unterschied zur Ausstellung von 1957 hauptsächlich um Terraristik ging, gilt die hier beschriebene Ausstellung als „erste“ Dresdner Terarienschau.

Die Dresdner Fachgruppe für Herpetologie und Terrarienkunde war inzwischen deutlich gewachsen, weshalb man mit einer ausreichend großen Gruppe diese nächste Austellung planen konnte. Das Palmenhaus in Pillnitz bot auch deutlich mehr Platz für die inzwischen größere Menge vorgesehener Ausstellungsterrarien. Da man die Terrarienschau in den Großen ferien plante, konnte man auch die inzwischen ebenfalls gewachsene Jugendgruppe für die Unterstützung mit einplanen.

1967: 1. Dresdner Terrarienschau, Eröffnung

Fritz Jürgen Obst bei der Eröffnung der ersten Terrarienschau

Terrarienschau 1967 vor Eingang

Zoodirektor Prof. Dr. Wolfgang Ullrich bei der Eröffnung

Positiv war auch, dass die Pillnitzer Gartenmeisterei einen Raum zur Verfügung stellte, wo die eigens für die Ausstellung gebauten Terrarien untergestellt werden konnten. Diese mussten nach dem Schluss nur ordentlich gesäubert werden und konnten dann in diesen Räumen aufbewahrt werden, wo sie dann im nächsten Jahr in einem sehr guten, sofort einsatzfähigen Zustand bereit standen.

Terrarienschau 1967 innen

Terrarienschau 1967 innen

Terrarienschau 1967 innen

Damaliger Originaltext der Fachgruppe Herpetologie und Terrarienkunde zur Ausstellung:

Drei Gesichtspunkte sollen der Ausstellung zugrunde liegen. Den Mittelpunkt stellen die einheimischen Lurche und Kriechtiere dar, die einschließlich der seltenen Formen vollzählig gezeigt werden sollen. Dem Besucher werden die lebenden Tiere durch eine ausführliche Beschriftung (Kennzeichen, Lebensgewohnheiten usw.) nahegebracht. Einige Schauvitrinen mit Tierpräparaten, Biotopfotos und Verbreitungskarten werden diese Darlegungen vertiefen. Bei der Gestaltung der Vitrinen wird die langjährige Zusammenarbeit unserer Fachgruppe mit dem Staatlichen Museum für Tierkunde in Dresden erneut wirksam werden. Als einen der wichtigsten Blickpunkte wird die Abteilung der einheimischen Herpetofauna die Fragen des Naturschutzes behandeln, angefangen vom Landschaftsschutz bis zur Erhaltung der seltenen Arten. Exotische Amphibien und Reptilien werden, nach biologisch interessanten Gesichtspunkten ausgewählt, den zweiten Teil der Schau ausmachen. Die in den Terrarien unserer Mitglieder sehr reichhaltig vertretenen Balkanformen werden hier im   Mittelpunkt   stehen.   Schutzeinrichtungen,   Gliedmaßenanpassung, Beziehungen zwischen Farbe und Umwelt und andere Fragen sollen dem Betrachter wieder an Hand ausführlicher Erläuterungen nahegebracht werden. Auch der internationale Naturschutz der großen Reptilien (Riesenschlangen, Krokodile, Großechsen) soll erörtert werden, zumal die Fachgruppe eine größere Zahl Riesenschlangen sowie einzelne Prachtexemplare ausgewachsener Leguane und anderer Exoten besitzt.

Schließlich wird eine kleine Kollektion von Zimmerterrarien, angefangen vom Roßmäßler-Typ bis zu modernen Terrarien in Glasklebe-Technik das Bild abrunden und für unsere schöne Liebhaberei werben.
Fachgruppe Herpetologie und Terrarienkunde

Der Tierbestand dieser Ausstellung enthielt alle einheimischen und einige exotische Arten:

1967: 1. Dresdner Terrarienschau, Tierarten

Eines der damals verwendeten Terrarien wurde in der 4. Terrarienschau 2006 originalgetreu wieder eingerichtet:

1967: 1. Dresdner Terrarienschau, Terrarium

Fotos (historische Aufnahmen): Holger Papsdorf

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