2006: 4. Dresdner Terrarienschau

Plakat 4. Dresdner Terrarienschau 2006

Unter dem Titel „Reptilien zwischen Wüste und Regenwald“ wurde nach 37 Jahren Pause die nächste Terrarienschau durchgeführt. Vom 15.10.- 15.11.2006 waren im Jugend-Öko-Haus Dresden mehr als 50 Terrarien zu sehen. Ausgestellt waren über 60 Arten von Amphibien und Reptilien, z.B. Riesenschlangen, Geckos, Baumfrösche, Feuersalamander, Wasserschildkröten, es gab eine umfangreiche Giftschlangen-Sammlung und zusätzlich waren auch Lemminge und Vogelspinnen ausgestellt. Als Besonderheit im Terrarienbau konnte man auch Becken aus der „BiotopArt“-Serie des Dresdner Künstlers Jürgen Dreißig sehen.

Für diese Ausstellung wurden – hauptsächlich von Holger Wrzesinsky – viele Terrarien komplett neu gebaut. Da auch Giftschlangen gezeigt werden sollten, mussten die entsprechenden Becken hohe Sicherheitsstandards erfüllen.

Terrarienbau

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Verwendet wurde selbstverständlich auch die Terrarienanlage, die sich bereits im Jugend-Öko-Haus befand:

alte Terrarienanlage im Jugendökohaus

alte Terrarienanlage im Jugendökohaus

Amphibienbecken

Amphibienbecken

Amphibienbecken

Amphibienbecken

Schwarzaugenlaubfrosch bzw. Morelet's Greiffrosch (Agalychnis moreletii)

Schwarzaugenlaubfrosch bzw. Morelet’s Greiffrosch (Agalychnis moreletii)

Becken für Wasserschildkröten

Becken für Wasserschildkröten

BiotopArt (enthält mehrere Einzelterrarien)

BiotopArt (enthält mehrere Einzelterrarien)

Becken für Giftschlangen

Becken für Giftschlangen

Bei der Gestaltung der Rückwände verfolgte man das Konzept, diese so zu gestalten, dass sich über mehrere nebeneinanderstehende Terrarien durchgehende Strukturen ergaben.

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Terrarien mit durchgehender Rückwand

In den früheren Ausstellungen in Pillnitz hatte man Fotos der Biotope hinter den Rückscheiben befestigt. Das ermöglichte eine einfachere Terrarieneinrichtung und zeigte dem Besucher gleichzeitig den Lebensraum der Tiere. Diese Idee wurde hier auch noch einmal bei zwei Becken angewendet:

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Die Ausstellung war ein Gemeinschaftsprojekt der DGHT Stadtgruppe Dresden und des Jugend-Öko-Hauses Dresden.

Ausstellungseröffnung

Ausstellungseröffnung

Für Kinder gab es ein begleitendes pädagogisches Programm. Ein Teil davon war, dass in diesem offen gehaltenen Aquarium Krallenfrösche ausdrücklich berührt werden durften.

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Die Ausstellung wurde von fast 5000 Interessenten besucht und hatte ein gutes Presseecho.

Zeitungsausschnitt


Presseresonanz

Bunte Schuppen im Großen Garten

Nein, ich meine keine neuen Werke moderner Architektur, auch keinen Kongress der Hautärzte. Es geht um die vielen Echsen und Schlangen, deren oft farbenprächtige Schuppenkleider zur Zeit“ hautnah“ zu erleben sind. Ich hatte letzten Sonntag das große Vergnügen, bei der Eröffnung der neuen Ausstellung im Jugend-Öko-Haus dabeizusein, die uns, getreu ihrem Motto, „Reptilien zwischen Wüste und Regenwald“ vorstellt. Selbst, Biologin und zudem mit ästhetischem Empfinden ausgerüstet, war ich von den Terrarienanlagen und natürlich deren Bewohnern fasziniert! Auch die Tatsache, dass diese Schau von kompetenten Fachleuten aus der Zoologen- und, Terrarianer-Szene geplant und umgesetzt wurde, hebt sie wohltuend von etlichen anderen Reptilienausstellungen ab, die beinahe wie Pilze aus dem Boden schießen (aber ebenso wie diese selten „handfest“ sind …) Und wer zeigt nun viel von seiner Haut? Da gibt es die knallgrünen Bambusottem in einem kühlschrankgroßen Stück Asien verschiedene bunte Geckos flitzen beispielsweise in einem künstlichen Termitenhügel herum Schildkröten stapfen durch ihren Dreiviertelquadratmeter Steppe, ein Chamäleon hängt da, wo man garantiert zuletzt hinschaut, aber auch heimische Feuersalamander, Smaragdeidechsen und sogar Kreuzottern sind im wahrsten Sinne des Wortes – zu bewundem. Bis zum 5. November hat man dazu täglich von 10 bis 18 Uhr die Gelegenheit.

Susann Rautenberg
Sächsischer Bote, 42.Woche

Reptilienausstellung – Aus Wald und Wüste

Die Chinesische Bambusotter (Foto) lebt in den Bergen Asiens. Und im Dresdner Großen Garten. Dort freilich im Terrarium. Über 50 gläserne Heimstätten für Reptilien nicht aller, aber immerhin 70 verschiedener Arten haben Liebhaber nahe dem Palais-Teich zu einer Schau zusammengestellt. Auge in Auge mit Vogelspinnen, Riesen- und Giftschlangen kann der Besucher Urängsten der Menschen begegnen. Veranstalter ist die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde. Das Wort kommt von griechisch „herpon“ und meint alles, was kriecht. Es wird also auch der putzige Mini-Gecko vertreten sein.

ana
Plus Z, Sächsische Zeitung, 12.10.2006

Reptilien-Schau

Seevorstadt. Das Öko-Haus am Palaisteich im Großen Garten zeigt bis zum 5. November „Reptilien zwischen Wüste und Regenwald“. In 50 Terrarien werden über 70 Arten vorgestellt. Das Spektrum reicht von Mini-Geckos über Vogelspinnen bis zu einer Giftschlangen-Sammlung. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet vier (ermäßigt zwei) Euro.

Sächsische Zeitung, 18.10.2006

Wochenende der Landschildkröten-Freunde

Zu einem Landschildkröten-Wochenende lädt das Jugend-Öko-Haus im Kavaliershaus im Großen Garten (am Palaisteich) ein. Am Sonnabend von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr stehen alle Fragen zur Pflege, Ernährung und Überwinterung der Tiere zur Debatte. Besucher dürfen ihre eigenen Lieblinge mitbringen. Sie werden von Spezialisten „untersucht“. Noch bis zum 5. November ist im Jugend-Öko-Haus die Ausstellung „Reptilien zwischen Wüste und Regenwald“ zu sehen.

Dresdner Neuste Nachrichten, 19.10.2006

Reptilien zwischen Wüste und Regenwald

Dresden. Vom 15. Oktober bis zum 5. November ist im Jugend-Öko-Haus (Großer Garten) die 4. Dresdner Terrarienschau zu sehen. Die Präsentation steht unter dem Thema „Reptilien zwischen Wüste und Regenwald“. Die Ausstellung kann täglich zwischen 10 und 18 Uhr besucht werden.

Wochenkurier, 42. Woche

Jugend-Öko-Haus – Kinder in Sekunden die Angst vor Reptilien genommen

Ein Ferlenerlebnis. Das Jugend-Öko-Haus im Großen Garten stellt zur Zeit in über 50 Terrarien 70 Arten von Reptilien vor. Gezeigt werden Schlangen, Geckos, Salamander und alles, was da noch so in den Wäldern aller Kontinente kriecht und klettert. Meine Enkelin und ich hatten ausgesprochenes Glück und konnten uns der Führung einer Kindergartengruppe anschließen. Der Leiter des Oko-Hauses Uwe Prokoph stellte den Kindern die unterschiedlichsten Reptilien vor. Eine solch pädagogisch gut geleitete Führung wie diese habe ich bisher selten erlebt. Da wurden in wenigen Sekunden Angst- und Abwehrgefühle einiger Kinder abgebaut. Wie viele Vorurteile prägen und belasten das Zusammenleben auf unserer Erde, innerhalb der menschlichen Gesellschaft, aber auch in bezug auf die Schlangen, deren Klughe~t im Matthäus-Evangelium der Bibel als eine Eigenschaft herausgestellt wird, die der Mensch zu seinem Heil erwerben sollte. Der noch bis zum 5. November geöffneten Ausstellung sind recht viele Besucher zu wünschen, auch um die Vorurteile gegenüber den Reptilien ab zubauen.

Leserbrief von Volker Kunert, Dresden
Dresdner Neuste Nachrichten, 28./29.10.2006

Angstlos mit Anakonda

Exoten. Schlangen und Echsen rekeln sich zurzeit im Jugend-Öko-Haus.
In über 50 Terrarien zeigen jetzt die Stadtgruppe der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde und das Jugend-Öko-Haus reichlich ausgefallene Haustiere. Entsprechend groß war teilweise am Wochenende der Andrang neugieriger Besucher. Gezeigt werden ausschließlich Terrarientiere aus Liebhaberbesitz und aus dem Bestand des Jugend-Öko-Hauses. Die Palette reicht von bunten tropischen Färberfröschen, heimischen Feuersalamandern über europäische Landschildkröten, unterschiedliche Echsen wie Leopardgeckos, Dornschwanz-Agamen, Taggeckos, Apothekerskinken und Stachelschwanz-Waranen bis hin zu Schlangen. Hier reicht das Spektrum von Sandboas, den kleinsten Riesenschlangen, bis zur Anakonda, von der heimischen Kreuzotter bis zu Exoten wie Gabunviper, Schauerklapperschlange und Roter Speikobra. Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) wurde 1964 als Nachfolgeorganisation des seit 1918 bestehenden „Salamander“ gegrundet. Die DGHT-Stadtgruppe Dresden begann im September 1959 im damaligen Kulturbund der DDR ihre Arbeit.

ada
Sächsische Zeitung, 16.10.2006

Reptilien

Uwe Prokoph vom Jugend-Öko-Haus im Großen Garten in Dresden mit einem Tokeh. Auch dieses Tier ist bei der 4. Dresdner Terrarienschau zu sehen, die noch bis 5. November geöffnet ist. „Reptilien zwischen Wüste und Regenwald“ nennt sich die Schau, täglich von 10 bis 18 Uhr ist sie geöffnet. In etwa 50 Terrarien werden über 100 Tiere präsentiert, von Riesenschlangen bis zu Mini-Geckos, von Lemmingen bis zu Vogelspinnen und eine Sammlung von verschiedenen Giftschlangen wird es zu sehen geben.

Sächsische Zeitung, 27.10.2006

Chamäleon, Gecko, Kobra & Co im Jugend-Öko-Haus

Ab Sonntag zeigt eine neue Ausstellung rund 70 Reptilien- und Amphibienarten in gut 50 Terrarien
Reptilien und Amphibien bevölkern ab Sonntag das Jugend-Öko-Haus im Großen Garten. Mehr als 70 Schlangen, Geckos, Frösche, Salamander, Lemminge, Spinnen, Schildkröten und sogar ein Chamäleon sind dort zu sehen. Sie werden in etwa 50 Terrarien zur Schau gestellt. Fünf davon hat der Dresdner Künstler Jürgen Dreißig gestaltet. „Biotop Art“ nennt er das und will damit eine Verbindung, von Natur und Kunst schaffen, eine „belebte Kunst“, wie Uwe Prokoph, Leiter des Jugend-Öko-Hauses das Projekt beschreibt. Die Tiere haben Mitglieder der Terrarienfachgruppe der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde zur Verfügung gestellt. Viele von ihnen pflegen daheim lieber exotische Reptilienarten als Meerschweinchen und Goldhamster. Ihre schönsten Lieblinge zeigen sie nun der Öffentlichkeit. Einige davon sind nicht ganz harmlos. Es gibt zum Beispiel einen separaten Giftschlangenraum. Dort können die Besucher unter anderen eine Speikobra und eine westafrikanische Gabunviper bewundern. Letztere ist die Giftschlange mit den längsten Zähnen der Welt. Das Sekret, das sie beim Biss durch die rund fünf Zentimeter langen Zähne injiziert, ist extrem giftig. Wer solche Tiere halten will, muss strenge Auflagen erfüllen. Das Terrarium muss aus Sicherheitsglas bestehen und mit Sicherheitsschlössern versehen sein, weiß Prokoph. Aber nicht nur Tiere von weit her sind in der Schau „Reptilien zwischen Wüste und Regenwald“ zu sehen. Auch die heimische Kreuzotter ist vertreten. Ihre Ausstellung haben die Veranstalter „4. Terrarienschau in Dresden“ genannt. Das Besondere daran: Die dritte Schau liegt 37 Jahre zurück. Sie fand 1969 im Schlosspark Pillnitz statt. Unter den aktuellen Exponaten finden die Besucher auch ein restauriertes Terrarium von damals.

Nadja Laske
Dresdner Morgen Post

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