Griechische Landschildkröte Testudo hermanni (GMELIN, 1789)

Systematik: Ordnung Schildkröten (Testudines), Unterordnung Halsberger-Schildkröten (Cryptodira), Familie Landschildkröten (Testudinidae ), Gattung Testudo

Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni), Paarung

Verbreitungsgebiet: S-Frankreich, Italien, Balearen, Korsika, Sardinien,
Sizilien, Balkan

Lebensraum: Macchien, Wald, Kultur- und Weideland

Größe/Masse: 30cm/4kg, meist viel kleiner bleibend

Besonderheiten: Schwanz immer mit krallenartigem Endnagel; vegetarisch,
auch Kot anderer Tiere (Weidetiere)

Unterarten: T.hermanni hermanni (F,I und Inseln); T.hermanni boettgeri (S- und Ost-Balkan); T.hermanni hercegovinensis (richtig: T. hercegovinensis) (W-Balkan)

Schutzstatus: WA Anhang II, EG-Anhang A

Haltung/Nachzucht: Generell ist die Gruppenhaltung einer Einzelhaltung vorzuziehen. Geräumiges Freilandterrarium möglichst südexponiert, gut strukturiert, solide Umfriedung, mit einer trockenen, gegen Temperaturschwankungen isolierten Schutzhütte ist Bedingung. Freilandhaltung von März bis November, Winterruhe im kalten Keller in Kisten mit Waldlaub o.ä. (Schutz vor Nagern!).

Hauptfutter sind Wiesenkräuter, vor allem Löwenzahn. Paarungen finden bei ausreichender Erwärmung unmittelbar nach der Winterruhe statt und fast täglich bis Ende Mai, eine zweite Paarungszeit erfolgt Ende August/September. Ab Ende Mai erfolgen die Gelege, meist zwei (seltener 1 oder 3) pro Weibchen im Abstand von 3 bis 4 Wochen. Gelegegrößen von 3 bis 8(11!) Eiern sind üblich. Inkubation im Eigenbau-Inkubator bei 31-33°C, dabei liegen die Eier zu 4/5 in trockenen Sand eingebettet, gelegentlich wird der Sand leicht angefeuchtet. Die Inkubationsdauer beträgt ca. 55-60 Tage. Die Jungtiere schlüpfen ohne Dottersack-Rest und gehen bereits am gleichen Tag ans Futter. Die Aufzucht der Jungtiere erfolgt in beheizten Zimmerterrarien mit Bodengrund aus Pinien-Rindenmulch, der täglich 1 bis 2x gründlich angefeuchtet wird. Die Feuchtigkeit beugt der Höckerbildung beim Wachstum vor. Beleuchtet und beheizt wird mit Hochvolt-Halogenstrahlern, UV-Lampen sind verzichtbar. Gefüttert wird mit Wiesenkräutern, Raps, Kohlblättern und geriebenen Möhren. Winterruhe von 2 Monaten überstehen die Babys im ersten Winter problemlos.

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Autor und Fotos: Edlef Heimann

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